Wann macht eine Umschuldung Sinn?

Die sogenannte Umschuldung ist eine gute Möglichkeit, einen bestehenden Kredit mit einem neuen Darlehen abzulösen. Der Sinn dahinter ist, sich für einen Kredit zu entscheiden, der wesentlich bessere Konditionen bietet und einem damit die Möglichkeit gibt, unter Umständen mehrere Tausend Euro zu sparen.

Wird ein Kredit abgeschlossen, so hat man keinen Einfluss auf die Höhe der Kreditzinsen, da diese stets der aktuellen Marktlage angepasst werden. Es kann also durchaus sein, dass die Zinsen für einen Kredit sinken, man aber weiterhin hohe Zinsen bezahlen muss, da der im Vertrag vereinbarte Zinssatz bis zum Ende der Kreditlaufzeit gilt. Wer dem entgehen möchte, der entscheidet sich für eine Umfinanzierung. Eine solche Umfinanzierung macht aber nicht nur Sinn um bei einem Darlehen zur Baufinanzierung zu sparen, sondern kann auch genutzt werden, um mit einem zinsgünstigen Ratenkredit einen Dispositionskredit auszugleichen.

Auf vereinbarte Kündigungsmöglichkeit achten

Allerdings gibt es nicht immerzu die Möglichkeit einer Umschuldung. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass es eine gesetzlich oder vertraglich vereinbarte Kündigungsmöglichkeit gibt. In diesem Fall darf das Kreditinstitut keine Vorfälligkeitsentschädigung, also eine Gebühr für die durch eine vorzeitige Kreditauflösung entgangenen Gewinne verlangen. Ansonsten muss darauf geachtet werden, dass eine Umschuldung durch die Vorfälligkeitsentschädigung am Ende nicht teurer wird als beim aktuellen Kreditvertrag zu bleiben.

Umfinanzierung bei Baukrediten und Immobilienfinanzierungen

Am meisten lohnt sich die Umschuldung von Darlehen für Immobilien, immerhin beinhalten diese hohe Kreditsummen und hohe damit einhergehende Zinsen. Ein Vertrag, der seit mindestens 10 Jahren läuft, bietet einem die Möglichkeit, diesen ohne zusätzliche Kosten abzulösen. Ein alternativer Zeitpunkt ist das Ende der Zinsfestschreibung, denn dann ist eine Kreditkündigung möglich, ohne dass die Bank Extrakosten dafür erheben darf.

Umschuldungen von Ratenkredit und Dispositionskredit

Weil die Kreditzinsen bei einem Ratenkredit stark schwanken können, lohnt auch hier eine Umfinanzierung. Diese ist ohne Probleme möglich, sofern die Kreditsumme vor dem 11.06.2010 ausbezahlt wurde. Ansonsten gilt eine 3 monatige Kündigungsfrist, bevor man den Kredit tilgen und zu einer neuen Bank wechseln kann. Hat man zum Beispiel mehrere Ratenkredite laufen, für die sich eine Umschuldung finanziell lohnen würde, dann sollte man in der Regel alle Kredite zusammenfassen, um so von einer umfänglichen Zinsersparnis profitieren zu können.

Für einen Dispositionskredit gibt es weder Kündigungsfristen noch irgendwelche Wartezeiten, die eingehalten werden müssten. Eine schnelle Umschuldung lohnt hier in jedem Fall, immerhin sind die Überziehungskreditzinsen sehr hoch und können einen schnell in den finanziellen Ruin treiben.

Quellen: